Das geschützte Kaminzimmer

Die Dämmschicht bei Kaminen

Welche Grundgegebenheiten müssen vor der Installation eines Kamins berücksichtigt werden? Zum einen muß eine ständige Frischluftzufuhr gewährleistet sein. Weiterhin ist die Standfestigkeit eines Kamins völlig sicherzustellen. Dies kann idealerweise mit einer sechs Zentimeter dicken Betonplatte erzielt werden; eine Dämmschicht darüber sollte mindestens auf 50°C erwärmbar sein, ohne dass Schäden entstehen. Die Wand, die sich neben oder hinter dem Kamin befindet, erfordert ebenfalls eine Dämmschicht. Diese jedoch sollte mindestens 10 Zentimeter dick sein, dies gilt auch für die Decke über dem Kamin und auch für die Verkleidung der Wände. Wenn aber die Wand selbst schmaler als 11,5 Zentimeter ist, dann ist hier eine Abmauerung verlangt, die auch wieder 10 Zentimeter dick ist. Hier wieder: Die Dämmschicht mit 10 Zentimetern wird zusätzlich nötig.

Über Rauchrohrschutz und Abstandsregelungen

Wie schützt man das Rauchrohr? Mineralwollmatten sind in jedem Baumarkt erhältlich. Wichtig ist bei diesem formbeständigen(!) Material, dass es sich hier um Stoffe für die Brandklasse A1 handelt. Wände, die aus brennbaren Stoffen gefertigt sind, bedürfen einem zusätzlichen Schutz. Dies gilt ebenso für Wände aus Beton, die eine tragende Funktion erfüllen sowie auch Wände, die auf der Rückseite mit Holz verblendet wurden. Einbaumöbel und Stoffe, die (leicht) brennbar sind, sollten mit mindestens 5 Zentimeter Abstand zum Kamin, d. h. zu dessen Aussenfläche aufgestellt werden. Die Wärmedämmung im Kamin darf eine höhere Temperatur als 85°C nicht zulassen. Nur dann dürfen brennbare Bauteile (Fußböden, Wandverkleidungen sowie die oben erwähnten Dämmschichten) sich überhaupt an der Außenverkleidung des Kamins befinden.

Möbel und Kamine: Abstand und Achtung!

Wie schützt man den Bereich vor dem offenen Kamin? Brennbare Baustoffe, die sich direkt vor der Öffnung des Feuerraums (bzw. im Strahlungsbereich desselben) befinden sollen (oder auch darüber), müssen generell 80 Zentimeter entfernt davon aufgestellt werden. In Sonderfällen (wenn z. B. ein Strahlungsschutz mit beiderseitiger Belüftung angeordnet wurde), reichen auch nur 40 cm. Genauso der Fußboden: Vor dem offenen Kamin ist nur ein Material zugelassen, welches nicht entflammbar ist. Trotzdem ist auch hier mindestens ein halber Meter Abstand zur Außenverkleidung des Kamins verlangt. Die Öffnungen des Kamins, welche die warme Luft herauslassen, sind auch für einen halben Meter Abstand (und dies mindestens) zu brennbaren Materialien vorgeschrieben. Hier sind auch bewegliche Einrichtungsgegenstände gemeint, nämlich Vorhänge, Decken, Kissen, Polstermöbel, möglicherweise Kleidung, Zeitschriften und anderes.

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