Wie funktionieren wasserführende Kaminöfen?

In Zeiten des Klimawandels und stetig steigender Energiepreise schauen sich viele Menschen nach einer kostengünstigen und umweltfreundlichen Heizmöglichkeit um. Eine ideale Option, umweltschonend zu heizen und gleichzeitig Energiekosten zu sparen, bieten wasserführende Kaminöfen. Durch die spezielle Wassertechnik können die wasserführenden Kaminsysteme nicht nur die Luft im Raum sondern auch das Heizwasser erwärmen. Sie werden in den bestehenden Heizkreislauf eingebaut und können als Haupt- oder Nebenheizquelle genutzt werden. Dadurch, dass ein wasserführender Kaminöfen mit der Zentralheizung verbunden ist, kann praktisch mit der Heizkraft des Kaminfeuers jeder Raum geheizt werden, in dem ein Heizkörper steht. Dies verschafft den wasserführenden Systemen einen gravierenden Vorteil gegenüber den herkömmlichen Kaminen, bei denen lediglich die Strahlungswärme des Kaminfeuers zum Heizen genutzt werden kann.
Da die wasserführenden Kaminöfen mit Holz heizen, sind sie zudem durch die CO2-neutrale Verbrennung sehr umweltschonend. Das Heizen mit Holz bietet außerdem eine weitere Möglichkeit, Energiekosten zu sparen, da es im Vergleich zu Strom, Öl und Gas wesentlich günstiger ist.

Wie funktionieren wasserführende Kaminöfen?

Das Prinzip der wasserführenden Kaminöfen ist trotz seiner hohen Effektivität relativ einfach. Der Kaminofen besitzt einen eingebauten Wärmespeicher und ist über das Röhrensystem mit der Zentralheizung verbunden. Die heiße Abluft des Kaminofens erwärmt im Wärmespeicher Wasser. Das erwärmte Wasser kann dann durch das Zu-/ und Ablaufrohr des Kamins erneut in den zentralen Heiz-/Wasserkreislauf fließen und z.B. fürs Baden oder Duschen verwendet werden.
Eine weitere Besondrheit des wasserführenden Kamins ist, dass die Heizleistung quasi optimal dosiert wird, da die Wärme an die verschiedenen Räume, die mit dem Kamin verbunden sind, weitergeleitet wird. Dadurch kommt es anders als bei herkömmlichen Kaminen, bei denen nur der Kaminraum – oftmals überproportional – geheizt wird, zu einer vollen Auslastung der Heizkapazität. Hierdurch kann im gesamten Haus eine gleichmäßige Wärme erzeugt werden.
Je nach Bauweise des Kaminofens arbeitet er in der Regel mit einem Wirkungsgrad von 70-80 %, wobei auch die Beschaffenheit des Kaminholzes Einfluss auf den Wirkungsgrad nimmt. Die marktüblichen Modelle heizen mit einer Leistung zwischen 15 und 30 KW. Die eigentliche Wärmegewinnung beansprucht etwa ein Drittel der Gesamtleistung. Mit den restlichen zwei Dritteln wird dass Wasser erwärmt. So können mittelgroße bis große Kaminöfen Flächen von 200 m² problemlos erwärmen.

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